Logo

Heidesee: Trotz Personalsorgen überzeugt der HSV beim 3:3 in Königs Wusterhausen

Sport
  • Erstellt: 03.08.2026 / 10:00 Uhr von JB
Fußball-Kreisoberligist Heideseer SV hat im zweiten Testspiel der Sommervorbereitung ein leistungsgerechtes 3:3 beim FSV Eintracht Königs Wusterhausen II (Kreisliga) erreicht. Das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf aus Sicht der Gäste allerdings nur bedingt wider.

Vor allem in der ersten Halbzeit ließ der Kreisoberligist zahlreiche hochkarätige Chancen ungenutzt und verpasste es, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden.

Starkes Spiel trotz großer Personalprobleme

Die Voraussetzungen hätten für den Heideseer SV kaum schwieriger sein können. Gleich zehn Stammspieler standen Trainer Patrick Kaletsch nicht zur Verfügung. Um überhaupt antreten zu können, wurde der Kader mit Akteuren der zweiten Mannschaft aus der Kreisklasse ergänzt. Sogar Torhüter Nicolas Schulze half für rund eine halbe Stunde als Stürmer aus.

Eine besondere Randnotiz schrieb dabei die Familie Schulze: Erstmals standen Nicolas, und seine beiden Cousins, Jan Lukas und Benjamin Schulze, gemeinsam in einem Spiel für den Heideseer SV auf dem Platz.

Dass die Mannschaft in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hatte, war zwar stellenweise zu erkennen, dennoch hinterließ sie über weite Strecken einen starken Eindruck.

Klare Überlegenheit bleibt unbelohnt

Schon in den ersten 45 Minuten erspielte sich der HSV eine Vielzahl bester Torchancen. Nach Einschätzung von Patrick Kaletsch hätte seine Mannschaft zur Pause bereits deutlich führen müssen.

„Eigentlich müssen wir mit 5:2 oder sogar 6:2 in die Halbzeit gehen. Wir haben reihenweise hundertprozentige Chancen vergeben, während Königs Wusterhausen aus zwei Torschüssen zwei Treffer gemacht hat“, fasste der Trainer die erste Hälfte zusammen.

Trotz des Rückstands verlor der Heideseer SV nie die Kontrolle über das Spiel. Dennis-René Gehrt verkürzte noch vor dem Seitenwechsel auf 1:2. Nach der Pause drehte Juan Miguel Herrero Escobar mit einem Doppelpack die Partie zwischenzeitlich zugunsten der Gäste. Der FSV Eintracht Königs Wusterhausen II kam jedoch noch zum 3:3-Ausgleich.

Trainer sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg

Mit dem Ergebnis konnte Kaletsch zwar nicht zufrieden sein, mit dem Auftritt seiner Mannschaft dagegen durchaus. Trotz der vielen personellen Veränderungen habe sein Team das Spiel weitgehend bestimmt. Dass noch nicht jeder Laufweg saß, sei angesichts der neu zusammengestellten Formation keine Überraschung gewesen.

Der Trainer machte zugleich deutlich, dass bis zum Saisonstart noch Arbeit vor seiner Mannschaft liegt. Nach zwei intensiven Trainingswochen hätten viele Spieler noch schwere Beine gehabt. Jetzt beginne jedoch der Abschnitt der Vorbereitung, in dem das Fußballspielen wieder stärker in den Mittelpunkt rücke und die Abläufe weiter verfeinert werden könnten.

Spielpraxis wichtiger als das Resultat

Unter dem Strich nahm der Heideseer SV aus Königs Wusterhausen vor allem wichtige Erkenntnisse mit. Die spielerischen Ansätze stimmten, die Mannschaft erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten und zeigte auch nach Rückschlägen Moral. Gelingt es in den kommenden Wochen, die Chancen konsequenter zu nutzen und die Abstimmung weiter zu verbessern, dürfte der Kreisoberligist gut gerüstet in die neue Saison starten.

Bilder

Torhüter Nicolas Schulze half für rund eine halbe Stunde als Stürmer aus.
Dieser Artikel wurde bereits 365 mal aufgerufen.

Werbung