Anders als zunächst angekündigt wird die Partie allerdings nicht zwischen den ersten Mannschaften ausgetragen.
Personalsorgen führen zur Planänderung
Eigentlich sollte der Heideseer SV mit seiner ersten Mannschaft antreten. Aufgrund der angespannten Personalsituation verständigten sich beide Trainer jedoch kurzfristig auf eine andere Lösung. Stattdessen treffen überwiegend die Reserveteams aufeinander.
„Der gegnerische Trainer und ich haben abgesprochen, dass wir jeweils mit der Reserve antreten. Bei uns wird das eine Mischung aus zweiter Mannschaft und ein, zwei älteren Herren sein. Im Endeffekt ist es also ein Testspiel zweite gegen zweite beziehungsweise Reserve gegen Reserve“, erklärt HSV-Trainer Patrick Kaletsch.
Beim FSV Eintracht Königs Wusterhausen wurde die Begegnung bereits als Spiel der zweiten Mannschaft ausgewiesen. Beim Heideseer SV blieb die ursprüngliche Ansetzung versehentlich bestehen. Für Kaletsch spielt das jedoch keine große Rolle. Wichtig sei, dass beide Teams trotz der schwierigen Voraussetzungen Spielpraxis sammeln können.
Der Grund für die Änderung liegt auf der Hand: Dem Heideseer SV fehlen aktuell rund 14 Spieler der ersten Mannschaft, darunter acht oder neun potenzielle Stammkräfte. Um eine Absage zu vermeiden, entschieden sich beide Vereine gemeinsam für die Reserve-Lösung.
Im Mittelpunkt stehen Abläufe und Spielpraxis
Für den Heideseer Trainer ist das Ergebnis deshalb zweitrangig. Viel wichtiger sei es, die Mannschaft weiterzuentwickeln.
„Wir wollen unsere Abläufe weiter konkretisieren, enger zusammenwachsen und den Jungs Spielpraxis geben. Es soll einfach ein gutes Testspiel werden, das allen in der Vorbereitung hilft und uns wieder ein Stück mehr in den Rhythmus bringt“, sagt Kaletsch.
Gerade in einer Vorbereitungsphase mit zahlreichen Ausfällen bieten solche Begegnungen die Möglichkeit, verschiedene Konstellationen auszuprobieren und den Kader weiter zusammenzuführen.
Mut machender Auftritt zum Vorbereitungsstart
Dass der Heideseer SV trotz der personellen Probleme auf einem guten Weg ist, zeigte bereits das erste Testspiel der Sommervorbereitung. Beim klassenhöheren FSV Admira 2016 aus der Landesklasse Ost unterlag die Mannschaft zwar mit 1:3, verkaufte sich dabei aber über weite Strecken hervorragend.
Die Gastgeber gingen bereits in der 8. Minute durch Khalil Khattab in Führung. Heidesee ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, übernahm zunehmend die Kontrolle, überzeugte mit gutem Ballbesitzspiel und belohnte sich kurz vor der Pause. Anton Richter erzielte in der 42. Minute den verdienten Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel wechselte Patrick Kaletsch nahezu die komplette Mannschaft durch, um möglichst vielen Spielern Einsatzzeit zu geben. Die neu formierte Elf benötigte einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden – eine Phase, die Admira konsequent nutzte. Daniel Kemnitz brachte den Landesklassisten erneut in Führung, ehe Nils Grothe mit dem 3:1 die Partie entschied.
Trotz der Niederlage zog Kaletsch ein positives Fazit. Besonders mit der ersten Halbzeit zeigte sich der Trainer sehr zufrieden. Seine Mannschaft habe nach dem frühen Rückstand das Spiel kontrolliert, mehr Ballbesitz gehabt und sich den Ausgleich verdient. Auch nach den vielen Wechseln habe der HSV nie aufgegeben und sich weitere hochkarätige Chancen erspielt. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss wäre sogar ein Unentschieden möglich gewesen.
Nächster Schritt in Richtung Saisonstart
Das Testspiel beim FSV Eintracht Königs Wusterhausen II soll nun die nächsten Erkenntnisse liefern. Auch wenn überwiegend die Reservespieler auf dem Platz stehen werden, bietet die Begegnung beiden Vereinen eine wichtige Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln und die Grundlagen für die neue Kreisoberliga-Saison weiter zu festigen. Für den Heideseer SV geht es dabei vor allem darum, trotz der personellen Engpässe als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen und den eingeschlagenen Weg der Vorbereitung konsequent fortzusetzen.
Kommentare