Der Coach weiß: Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt wird das zweite Jahr in Brandenburgs höchster Spielklasse mindestens genauso schwierig – wenn nicht sogar anspruchsvoller. Das Ziel bleibt dennoch unverändert: der Klassenverbleib.
Erneut verlässt der Top-Torjäger den Verein
Personell muss die Eintracht den nächsten schmerzhaften Abgang verkraften. Nach Dennis Paul im Vorjahr hat nun auch Torjäger Moses Njoku den Verein verlassen. Für Beck ist das zwar bitter, gleichzeitig aber auch eine Bestätigung der eigenen Arbeit.
„Gerade Stürmer, die regelmäßig Tore erzielen, stehen bei anderen Vereinen naturgemäß hoch im Kurs“, sagt der Trainer. Während einige Konkurrenten mit deutlich größeren finanziellen Möglichkeiten auf dem Transfermarkt agieren, bleibt die Eintracht ihrer Philosophie treu. „Mit den finanziellen Möglichkeiten mancher Konkurrenten können und wollen wir nicht mithalten. Das ist manchmal schmerzhaft, gehört aber zu unserem Weg.“
Entwicklung statt großer Namen
Auch künftig setzt der Verein auf Kontinuität und die Entwicklung eigener Spieler. Die Aufstiegsmannschaft bildet weiterhin das Gerüst, ergänzt durch junge, ehrgeizige Neuzugänge, die sich in der Brandenburgliga beweisen wollen.
Den Verlust von Njoku soll deshalb nicht ein einzelner Spieler auffangen. Stattdessen setzt Beck darauf, die Torgefahr künftig auf mehrere Schultern zu verteilen. Sollte sich dabei ein neuer Führungsspieler entwickeln, wäre das ein zusätzlicher Gewinn.
Hoffnung auf schnelle Integration der Neuzugänge
Mit den Neuzugängen zeigt sich der Coach grundsätzlich zufrieden. Zwar fehlt einigen noch die Erfahrung in der Brandenburgliga, dafür bringen sie nach seiner Einschätzung genau die Eigenschaften mit, die gesucht wurden: Hunger, Ehrgeiz und den Willen, sich weiterzuentwickeln.
Ganz sorgenfrei startet die Eintracht allerdings nicht in die Vorbereitung. Neuzugang Mattis Reszat zog sich in der Sommerpause einen Knöchelbruch zu und fällt vorerst aus. Zwei weitere Spieler stoßen wegen Auslandsaufenthalten erst im September zum Team. Hinzu kommen angeschlagene Akteure sowie ein Spieler, dessen berufliche Situation regelmäßige Einsätze erschwert.
„Die zweite Saison wird vor allem eine mentale Herausforderung“
Das erklärte Ziel lautet erneut Klassenerhalt. Beck sieht jedoch vor allem die mentale Komponente als entscheidenden Faktor.
„Im ersten Jahr trägt einen die Euphorie, die Freude auf die neue Liga und das Gefühl, sich beweisen zu dürfen. Im zweiten Jahr verändert sich das. Jeder weiß, dass es wieder ein harter Kampf um den Klassenerhalt wird und Rückschläge dazugehören.“
Gerade deshalb komme es darauf an, auch nach Niederlagen zusammenzustehen und Woche für Woche mit der richtigen Einstellung aufzutreten. Gleichzeitig erwartet der Trainer von den Spielern, die bereits ein Jahr Brandenburgliga hinter sich haben, den nächsten Entwicklungsschritt und mehr Verantwortung auf dem Platz.
Defensive rückt in den Mittelpunkt
Ein Schwerpunkt der Vorbereitung wird die Stabilisierung der Defensive sein. Zu viele Gegentore hätten der Eintracht in der vergangenen Saison das Leben unnötig schwer gemacht.
Beck fordert deshalb mehr Konsequenz in den Zweikämpfen und ein insgesamt kompakteres Defensivverhalten. Nur wenn seine Mannschaft dort zulegt, sieht er gute Chancen, das Saisonziel erneut zu erreichen.
Auftaktprogramm als erster Härtetest
Mit den Spielen in Altlüdersdorf, gegen Sachsenhausen und beim FC Stahl Brandenburg wartet gleich zu Beginn ein anspruchsvolles Programm. Für Beck werden diese Partien zeigen, wie weit seine Mannschaft nach der Vorbereitung bereits ist.
Eines ist für den Trainer aber schon jetzt klar: Leidenschaft, Laufbereitschaft, Geschlossenheit und Einsatzbereitschaft werden erneut die Grundlagen sein, um sich in der Brandenburgliga zu behaupten. Mit Demut, Überzeugung und großem Einsatz soll auch die zweite Saison nach dem Aufstieg erfolgreich gemeistert werden.
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