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Motzen trauert um Jens Haßka: Fußballkreis verliert eine seiner größten Vereinsseelen

Sport
  • Erstellt: 18.05.2026 / 10:00 Uhr von JB
Bei der SG Wacker Motzen ist plötzlich nichts mehr wie vorher. Der Fußball tritt in diesen Tagen in den Hintergrund, Ergebnisse verlieren an Bedeutung.

Der Verein vom Motzener See trauert um Jens Haßka – Ehrenpräsident, Organisator, Antreiber, Freund und für viele schlicht die gute Seele von Wacker Motzen.

Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod hat weit über die Grenzen des Vereins hinaus tiefe Betroffenheit ausgelöst. Im Fußballkreis Dahme/Fläming kannte nahezu jeder Jens Haßka. Wer irgendwann einmal auf dem Sportplatz in Motzen war, begegnete zwangsläufig auch ihm. Mal am Grill, mal am Spielfeldrand, mal mitten in organisatorischen Gesprächen – aber immer mit offenem Ohr, klarer Meinung und großer Leidenschaft für den Amateurfußball.

Die SG Wacker Motzen fand auf ihren Vereinskanälen bewegende Worte: „Mit Jens Haßka verlieren wir nicht nur unseren Ehrenpräsidenten, sondern einen Weggefährten, Freund und einen Menschen, der diesen Verein geprägt hat. Dein Herz hat für Wacker geschlagen – und genau dieses Herz wird für immer ein Teil unseres Vereins bleiben.“

Der Mann hinter dem legendären Mitternachtsturnier

Besonders eng verbunden war Haßkas Name mit dem Motzener Mitternachtsturnier. Über viele Jahre entwickelte sich die Veranstaltung zu einem echten Kultturnier im Fußballkreis Dahme/Fläming. Mannschaften, Zuschauer und Fußballfreunde aus der gesamten Region pilgerten regelmäßig an den Motzener See, wenn unter Flutlicht bis tief in die Nacht gespielt, gefeiert und gefachsimpelt wurde.

Jens Haßka galt als einer der Erfinder und Motoren dieses Turniers. Er organisierte, plante, koordinierte und kümmerte sich darum, dass sich Gäste und Mannschaften willkommen fühlten. Noch im vergangenen Jahr sprach er öffentlich mit Stolz über „sein“ Turnier und die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Selbst nachts um halb drei war für ihn oft noch lange nicht Schluss. Während andere längst auf dem Heimweg waren, sorgte Haßka noch dafür, dass auf dem Sportplatz alles funktionierte. Genau diese Leidenschaft machte ihn im gesamten Fußballkreis so beliebt.

Mehr als nur ein Vereinsfunktionär

Für viele war Jens Haßka weit mehr als ein Vereinspräsident. Er war Ansprechpartner, Netzwerker und jemand, der den Amateurfußball mit echter Hingabe lebte. Besonders wichtig war ihm dabei immer das Gemeinschaftsgefühl.

Wacker Motzen war für ihn kein gewöhnlicher Fußballverein, sondern Familie. Das wurde auch in der emotionalen Botschaft des Vereins deutlich: „Oh Jens… du wärst gestern wieder so stolz auf uns gewesen. Ein Sieg, ein Unentschieden. Emotionen, Zusammenhalt und diese besondere Wacker-Familie, die du so geliebt hast.“ Diese familiäre Atmosphäre trug sichtbar seine Handschrift. Spieler, Zuschauer, Gästevereine und Ehrenamtliche fühlten sich in Motzen stets willkommen. Genau dafür stand Jens Haßka.

Große Wertschätzung im Fußballkreis

Auch bei anderen Vereinen genoss er hohes Ansehen. Immer wieder wurde seine Organisation gelobt, etwa rund um das Mitternachtsturnier, das weit über Motzen hinaus einen besonderen Ruf hatte. Mannschaften aus Bestensee, Schenkendorf, Deutsch Wusterhausen, Miersdorf/Zeuthen oder Admira kamen regelmäßig gerne an den See – auch wegen der Atmosphäre, die Haßka mitprägte.

Der Fußballkreis Dahme/Fläming verliert mit Jens Haßka einen Menschen, der den regionalen Fußball über Jahrzehnte geprägt hat. Einen, der selten im Mittelpunkt stehen wollte und doch überall präsent war. Oder wie es die SG Wacker Motzen selbst formulierte: „Danke für alles, Jens. Wir werden dich niemals vergessen.“

Bilder

Der Verein vom Motzener See trauert um Jens Haßka – Ehrenpräsident, Organisator, Antreiber, Freund und für viele schlicht die gute Seele von Wacker Motzen. Foto: Verein
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